Was ist die Manuelle Lymphdrainage?
Die unter der „Komplexen Entstauungstherapie“ fallende Manuelle Lymphdrainage ist eine passive physikalische Therapie. Ziel der manuellen Lymphdrainage ist die lymphostatische Entstauung ödematöser Körperregionen oder Lymphödemen.
Man unterscheidet hier zwischen primärem sowie sekundärem Lymphödem, welches z.B. postoperativ nach einer Lymphknotenresektion bei Krebs, Traumata oder Operationen entstanden ist. Des Weiteren werden spezielle Ödemformen wie z.B. das Lymphödem, Lipödem oder Phlebödem klassifiziert.
Generell kennzeichnet sich ein Ödem (Wasseransammlung, Wassereinlagerung) durch eine ungenügende Transportkapazität des Lymphgefäßsystems bei normaler Belastung. Der Therapeut erzeugt durch Grifftechniken mit wechselndem Druck einen Reiz auf das Gewebe. Die Muskelzellen der Lymphangione reagieren auf den Reiz mit erhöhter Pumpfrequenz und sorgen so für eine Endstauung. Zusätzliche Effekte sind eine scherzlindernde und tonussenkende Wirkung auf der Muskulatur, eine bessere Verschieblichkeit im Narbengewebe und eine mögliche Lymphgefäßneubildung bei durchtrenntem Gewebe. Kompressionsbehandlungen durch Verbände oder Strümpfe sind sinnvoll und wichtig, um den Therapieerfolg gewährleisten zu können. Es gibt verschiedene Kontraindikationen und ist deshalb nur von Therapeuten mit spezieller Fortbildung auszuüben.
Manuelle Lymphdrainage wird vom Arzt verordnet (MLD 30min, 45min oder 60min) oder als Selbstzahlerleistung /Privat über den sektoralen Heilpraktiker abgerechnet.